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02.03.2015 Allgemein, Umwelt & Natur

TenneT muss nachbessern

Bei der Stromtrassenplanung müssen die Bedingungen für den sicheren Flugbetrieb an Flugplätzen besser berücksichtigt wer-den. Das forderten die Vertreter des DAeC, des Luftsportverbands Bayern (LVB), des Deutschen Hängegleiterverbandes und der Vereine schon lange und zuletzt nachdrücklich bei dem Treffen am 6. Februar 2015 mit Verantwortlichen der Bundesnetzagentur und des Übertragungsnetzbetreibers TenneT in Schweinfurt.

Bei der bisherigen Planung wurde zwar die Flugplatzfläche einbezogen, nicht aber der notwendige Luftraum, den Flugzeuge für den sicheren Flugbetrieb brauchen. Nach Aussage des TenneT-Vertreters sollen zukünftig alle Flugplätze, dazu werden auch die Modellflugplätze und Startgelände der Drachen- und Gleitschirmflieger gezählt, in der weiteren Planung berücksichtigt werden.

DAeC und LVB sind im Kontakt, um sogenannte georeferenzierte Daten für betroffene Flugplätze zu sammeln und die Trassenplaner  damit unterstützen zu können. Mit diesen Daten weist man einer Fläche in einem Datensatz raumbezogene Informationen zu und kann darauf bezogen Mindestabstände und maximale Abmessungen, beispielsweise für Windkraftanlagen, beschreiben. Diese Zusammenstellung ist allerdings sehr aufwendig und nur durch die Mithilfe der Luftämter und der DFS realisierbar.  TenneT kann diese Daten nutzen, um die Forderungen der Bundesnetzagentur zu erfüllen.

Die Bundesnetzagentur hat den Antrag nach  Paragraf 6 des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (NABEG) überprüft und verlangt nun vom Übertragungsnetzbetreiber TenneT Nachbesserungen. Sie fordert: „Die gewählte Methode muss dazu fachgerecht und nachvollziehbar die Vor- und Nachteile der jeweiligen Trassenkorridore für die öffentlichen und privaten Belange darstellen und die Entscheidungswege transparent zeigen.“ Außerdem erwartet die Bundesnetzagentur von TenneT „einen höheren Begründungsaufwand für die Auswahl der Trassenkorridore, indem die zur Verfügung stehenden Informationen für die Auswahlentscheidung genutzt werden“.

Mit den sogenannten Antragskonferenzen, bei denen die Öffentlichkeit offiziell am Verfahren beteiligt wird, ist im Sommer 2015 zu rechnen. Vereine aller Luftsportarten sind nach wie vor zu höchster Aufmerksamkeit aufgerufen!

 

Info: Denise Kluge, DAeC-Referat Umwelt und Natur, Tel.: 0531/23540-29, E-Mail: d.kluge(at)daec.de