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< 8,33-kHz: Antrag auf Förderung
06.02.2017 Allgemein, Luftsportjugend

Frühjahrstagung der Luftsportjugend

Der Jugendausschuss der Luftsportjugend hatte sich viel vorgenommen für die Zeit vom 3. bis 5. Februar – übernommen hat er sich nicht: Die Frühjahrstagung stand im Zeichen großer Kreativität und Produktivität bei freundschaftlicher Arbeitsatmosphäre.

Die Ergebnisse sollen den Grundstein für kommende Projekte bilden. 

Bevor es für die Teilnehmer aus elf Bundesländern in die Workshops ging, gab es einen Rückblick auf das Wichtigste aus dem vergangene Jahr – und einen Ausblick auf das, was 2017 ansteht: zum Beispiel das Bundesjugendvergleichsfliegen, das erstmals von der Traditionsgemeinschaft der Alten Adler gefördert wird. Das Preisgeld von 500 Euro soll es nicht nur für den besten Flieger geben, sondern auch für die beste Fliegerin. Die Idee:  Mit der Prämierung nach Geschlechtsklassen erhalten Jung-Pilotinnen einen besonderen Ansporn. Seit Kurzem arbeitet die Luftsportjugend zudem daran, ihren Internetauftritt zu verbessern. Am Ende des Relaunches soll eine moderne und responsive designte Website stehen.

In einem der folgenden Workshops ging es um ein neues Jugendlager, für das das Schweizer Jugendlager Pro Aero Pate stehen soll. Das hat nicht nur enorme Ausmaße, es verfügt auch über eine große Bedeutung für den Schweizer Luftsport: Die Teilnehmer des Lagers werden eine Woche lang in Theorie und Praxis des Fliegens eingeführt und bekommen einen Überblick über die Luftfahrt und ihre Berufe. Nachdem die stellvertretende Bundesjugendleiterin Julia Jansen eine Woche lang Teilnehmer betreut hatte, war die Idee für eine deutsche Variante geboren. Ein Ergebnis der Frühjahrstagung: Bis Herbst soll das Grobkonzept für ein – selbstredend noch kleines – deutsches Jugendlager nach Schweizer Vorbild stehen. Bereits 2018 könnten erstmals Jugendliche daran teilnehmen. Bis dahin bleibt viel zu tun, nicht zuletzt wegen der anderen Rahmenbedingungen in Deutschland. Aber: Die Schweizer haben bereits Unterstützung zugesagt.

Ein weiterer Workshop beschäftigte sich mit der AERO, auf der die Luftsportjugend ebenfalls vertreten sein wird. In den kommenden Monaten erarbeiten Mitglieder des Jugendausschusses zudem einen Maßnahmenkatalog für nachhaltige Nachwuchsgewinnung, der Vereinen als Orientierungshilfe dienen soll.  Wie lassen sich Mitglieder durch Kooperationen gewinnen? Wie kann man sie halten?

Mit der Aktion „Frei (-Sprung, -Fahrt, -Flug)“  könnte auf Bundesebene eine dezentrale Maßnahme nach dem Vorbild der „Aktion Freiflug“ der nordrhein-westfälischen Luftsportjugend entstehen. Wer einen Kurzbericht mit Foto von seiner ersten Solo-Erfahrung im Luftraum einreicht, bekommt mit etwas Glück ein zweckgebundenes Preisgeld.

Eine Förderung in Höhe von jeweils 1500 Euro sollen drei Jugend-Teams erhalten, die am Deutschlandflug teilnehmen. Sie sollten allerdings aus Nord-, Süd- und Mitteldeutschland kommen. Noch wichtiger: Pilot und Copilot dürfen nicht älter als 26 Jahre sein. „Sonst kommt der Opa mit seinem Enkel“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Bundeskommission Motorflug, Werner Tommek.

Für die Gespräche über den Haushalt war eigens der stellvertretende DAeC-Vizepräsident René Heise angereist. Der gastgebende Landesverband Mecklenburg-Vorpommern schenkte den Teilnehmern ein Abendessen - bevor diese am nächsten Tag Ergebnisse aus den Workshops präsentierten. Und die bewiesen, dass die Luftsportjugend das Motto des DAeC lebt: Gemeinsam sind wir stark.

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