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17.12.2013 Allgemein, Segel- & Motorsegelflug, Luftraum & Flugbetrieb, Motorflug

AUL-DAeC entsetzt: Luftsport wird eingeschränkt!

Die Regionalflughäfen Münster/Osnabrück, Paderborn und Dortmund verzeichnen teils deutlich weniger Bewegungen als in den Vorjahren. Trotzdem sollen dort Lufträume eingerichtet werden, die für Luftsportler erhebliche Beschränkungen bedeuten. Der DAeC wird beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) erneut gegen diese unverhältnismäßig Festlegung protestieren.

Die Probleme in der Region sind nicht neu. Bereits im Sommer 2013 hatte sich die DFS an die Vertreter der Allgemeinen Luftfahrt gewandt und um Unterstützung gebeten. Thema war der IFR- VFR -Mischverkehr in den TMZs um Münster/Osnabrück, Paderborn und Dortmund. Vor allem die Lotsen an den Regionalflughäfen meldeten Schwierigkeiten, die IFR-Flieger optimal bedienen zu können, da VFR -Flieger in den An- und Abflugsektoren mit Transponder aber ohne Funkverbindung unterwegs waren.

Wie im Kriterienkatalog vereinbart, nahmen die Vertreter der Allgemeinen Luftfahrt das Thema ernst und starteten die mit der DFS abgestimmten Awareness Campaigns. Sie informierten ihre Piloten, forderten mehr Umsicht und die Vermeidung der relevanten Lufträume zu den kritischen Tageszeiten. Erfahrungsgemäß brauchen diese Maßnahmen Zeit, um wirklich alle betroffenen Piloten zu erreichen. Ein Blick zurück zeigt, dass diese Aufforderungen an die Piloten der Allgemeinen Luftfahrt effektiv und nachhaltig sind.Als zweite Maßnahme hat der DAeC vorgeschlagen, Lufträume in den kritischen Bereichen einzurichten, in denen alle Piloten per Funk erreichbar sein müssen, sogenannte RMZs. Das ist eine sinnvolle Maßnahme, um schnell und unkompliziert den Luftraum für Verkehrsflieger frei zu machen. 

Umso enttäuschender ist jetzt, dass weder die DFS noch das BMVBS die konstruktiven Vorschläge aufnimmt. Stattdessen sollen im nächsten Jahr restriktive Maßnahmen umgesetzt werden, die vor allem die Streckensegelflieger empfindlich treffen würden. Um die drei Regionalflughäfen werden Lufträume D (nicht CTR) geplant.

Diese Reaktion entspricht nicht dem Umgang, den DFS, BMVBS und die Vertreter der Allgemeinen Luftfahrt im Kriterienkatalog vereinbart haben. Darin wird festgelegt, dass die Partner sich zu fairem Miteinander verpflichten und konstruktive Lösungen umsetzen, die den Wünsche der Beteiligten gerecht werden.DFS und BMVBS beachten nicht den zum Teil erhebliche Rückgang der Flugbewegungen an den Regionalflughäfen.

Sie berücksichtigen nicht, dass es in der Vergangenheit zwar organisatorische, aber keine sicherheitsrelevanten Vorkommisse in den Lufträumen gab. Und sie honorieren nicht das Engagement und die kreativen Vorschläge der Vertreter der Allgemein Luftfahrt. Die guten Erfahrungen aus den vergangenen Jahren im Umgang mit Problembereichen werden ignoriert.   

Der DAeC wird nochmals nachdrücklich bei den Entscheidern vorstellig werden und seine Argumente vortragen. Luftraumänderungen in den TMZs Dortmund/Münster, Osnabrück und Paderborn sind unverhältnismäßig und unnötig.