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Vermeidung von Zusammenstössen

BEKLAS

Tragische Zusammenstösse in den letzten Jahren waren dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen Anlass im Jahr 2003 ein Forschungsprojekt zur Verbesserung der Sichtbarkeit von Leichtflugzeugen anzuschieben.

Alround e. V. übernahm die Koordinierung des Projektes und in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Braunschweig Sektion Flugführung und der Akademie für Flugmedizin der Lufthansa wurde 2004 der Abschluss des Forschungsvorhabens präsentiert.

Das Büro Flugsicherheit beim DAeC unterstützte das Projekt mit Informationen und Bildmaterial und erklärte sich bereit Erkenntnisse des Projektes in der Allgemeinen Luftfahrt zu verbreiten und umzusetzen.


BEKLAS ein Projekt des BMVBW

BEKLAS - Abschlußbericht ( 1 MB) siehe auch Alround e.V.

Hier die Empfehlungen des Studienteams an das BMVBW (und alle Piloten):
  • In bestimmten Gebieten (z.B. im Gebirge bzw. über Schnee) kann es sinnvoll sein, Flugzeuge durch Warnlackierungen bzw. Spiegelfolien zu kennzeichnen.
  • Konstruktiv bedingte Sichteinschränkungen (durch nachgerüstete Instrumente, aber auch durch Sonnenblenden) sind zu vermeiden. Rückspiegel können helfen, die "Situational Awareness" zu verbessern.
  • Im Rahmen des Human Performance - Unterrichts müssen dem Piloten die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit, insbesondere des Sehsinns, dargestellt und dieses Wissen regelmäßig aufgefrischt werden.
  • In den nach JAR vorgeschriebenen Übungsflügen sollte auch die Fähigkeit des Piloten zur Luftraumbeobachtung trainiert werden.
  • Mit Warnleuchten auf LED-Basis könnten auch kleine Luftfahrzeuge ohne Bordnetz besser sichtbar gemacht werden. Hier ist die Zulassung noch zu klären.
  • NOTAMs sollten zur einfacheren Flugplanung vor einer interaktiven Landkarte ggf. im Internet abrufbar sein. Dieses Angebot sollte von der DFS aktuell gehalten werden.
  • Autonome Warnsysteme auf optischer Basis sollten für die Allgemeine Luftfahrt entwickelt werden. Jedes Flugzeug, das mit einem solchen autonomen System ausgestattet ist, würde die eigene Flugsicherheit nachhaltig erhöhen, unabhängig von der technischen Ausstattung anderer Luftraumnutzer.
  • Langfristig sollten alle Luftfahrzeuge mit Mode S - Transpondern ausgestattet werden. Hierzu ist ein Förderprogramm einzurichten.
  • TIS-B und ADS-B könnten auch in der Allgemeinen Luftfahrt zur Kollisionsvermeidung genutzt werden, wenn die technische Ausstattung der Luftfahrzeuge entsprechend flächendeckend verfügbar ist.

 


Empfehlungen für den Übungsflug nach JAR FCL und LuftPersV
 

Folien zum Thema Vermeiden von Zusammenstössen
 
 

 

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Letzte Änderung 13.09.2006

Deutscher Aero Club e.V.