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Projekt: STOPP! Bei mir kannst Du nicht landen!

Das Problem „Sexualisierte Gewalt“ bei Kindern und Jugendlichen ist den letzten Jahren verstärkt auch im Sport öffentlich wahrgenommen und diskutiert worden. Hierbei handelt es sich um ein komplexes Problem in unserer Gesellschaft. Die Ursachen und Hintergründe sind vielschichtig und es gibt keine einfachen Lösungen.
 
Auf Initiative der Luftsportjugend des DAeC entstand die Grundidee für das jetzt entwickelte Projekt „Stopp! Bei mir kannst Du nicht landen!“. Wir hoffen, hiermit einen Grundstein gelegt zu haben, mit dem unser Dachverband den Problembereich der sexualisierten Gewalt angehen kann.
Dieses Thema wurde von den Mitgliedern des DAeC in der Hauptversammlung 2012 zwar beschlossen, jedoch aus unserer Sicht bisher innerhalb des Verbandes noch nicht ausreichend bearbeitet oder gar umgesetzt. Die Luftsportjugend begann konsequent in Workshops ihre Jugendleiter der Mono- und Multiluftsportverbände für dieses wichtige Verbandsthema zu sensibilisieren und auszubilden. Auf dieser Grundlage entstand die Idee zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe „Prävention sexualisierter Gewalt“, der sich der Bundesausschuss Frauen und Familien anschloss.
 
Ziel des Projektes ist es, einerseits den betroffenen und verunsicherten Mädchen und Jungen in unseren Vereinen Hilfestellung in Form einer eingerichteten Hotline anzubieten, andererseits aber auch die Vereine des DAeC bei ihrer Arbeit vor Ort durch zur Verfügung Stellung von ‚Vereinspaketen‘ und durch geeignete PR zu unterstützen.
 
Die Aktualität und Wichtigkeit des Themas für unseren Verband wird durch die Tatsache unterstrichen, dass der Präsident des DAeC, Klaus Koplin, die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat.
 
 
Folgende Eckpunkte beinhaltet unser Projekt „STOPP! Bei mir kannst du nicht landen!“:

Hotline

Die eingerichtete Sorgenhotline ist ein zentraler Punkt in dem Projekt. Dahinter verbirgt sich eine, für den Anrufer kostenfreie und anonyme Telefonnummer 0800-3232 44533 (0800- DAeC-Hilfe) über die ausgebildete junge Luftsportlerinnen und Luftsportler erreicht werden können. Diese helfen bei Fragen, Sorgen und Nöten.

 

Es ist grundsätzlich nicht angedacht, hiermit die gesamte Bandbreite der Beratung leisten zu können. Aber es ist anzunehmen, dass Betroffene sich lieber Hilfe suchend an jemanden wenden, der ihre Sportart betreibt und somit bestimmte Nöte und Zwänge vielleicht eher verstehen kann. Daher kann über diese Hotline versucht werden, den ersten Kontakt zu bahnen und bei Bedarf die Hilfesuchenden an professionelle Beratungsstellen (zum Beispiel Wildwasser) zu verweisen.

Um diese Telefonnummer publik zu machen werden durch die Arbeitsgruppe zum einen Flyer und Poster erstellt, die an die interessierten Vereine im DAeC verteilt werden. Aber auch die Schiene der öffentlichen Printmedien soll hierfür genutzt werden.

 

Um diese Hotline mit entsprechendem qualifiziertem Personal auszustatten, haben wir begonnen, verantwortungsvolle Jugendliche im Alter von 18-25 Jahren ausbilden zu lassen. Der Vorteil der Hotline ist, dass die Weiterleitung auf jedes beliebige Telefon deutschlandweit erfolgen kann. Daher ist es nicht mehr nötig die ausgebildeten Kontaktpersonen regional zu binden.

Webseite

Für das Projekt haben wir die Domäne www.bei-mir-kannst-du-nicht-landen.de gesichert und eine Webseite erstellt. Diese hat ein kindgerechtes Auftreten, denn sie soll verunsicherten Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle bieten, auf der sie sich zu dem Thema informieren können und weitere Schritte der Hilfe aufgezeigt bekommen. Aber ebenso können hier auch Vereine Hilfe finden.

So sind im Downloadbereich Arbeitsmaterialien, Broschüren, Werbematerialien etc. zu finden und die Bestellung der Vereinspakete kann ebenso über die Webseite erfolgen. Zusätzlich ist ein Spendentool zur Unterstützung unseres Projektes integriert.

Vereinspaket

Material, um sich in dieses Thema einzuarbeiten, gibt es ausreichend. Wir haben das vorhandene Material gesichtet und teilweise auf unseren Verband angepasst.

Eine Hilfestellung und Unterstützung der betroffenen Kinder und Jugendlichen kann aber nur erfolgen, wenn die Aktion im DAeC bekannt ist und letztendlich in den einzelnen Vereinen wahrgenommen wird.

Um dies zu erreichen sind durch uns Materialien zusammengestellt worden, welche die Vereine auf Anfrage kostenfrei zugesandt bekommen.

Das Vereinspaket beinhaltet neben Broschüren der Deutschen Sportjugend (dsj) auch Poster, Flyer und Aufkleber zu der Aktion, damit dem Verein zum Auftakt ausreichend PR-Material zur Verfügung steht.

Des Weiteren ist eine CD mit digitalen Medien (z.B. PowerPoint-Vortrag zur Sensibilisierung der Vereine, Schulung für Fluglehrer & Betreuer, Broschüren, Vorlage zur Selbstverpflichtung etc.) geplant. Die Kosten hierfür sollen über eine freiwillige Spende (5 € über SMS) abgedeckt werden.

Mono-und Multiluftsportverbände

In vielen Verbänden ist der Druck mittlerweile sehr hoch, dieses sensible Thema zu bearbeiten. Aber wie?

Wir bieten den Verbänden an das Projekt für sich zu übernehmen und zu äußerst günstigen Konditionen die Werbematerialien (Flyer/Poster) drucken zu lassen. Hierzu wird dann das entsprechende Logo des Verbandes in die Materialien eingefügt.

Bundeskommissionen

Den Bundeskommissionen bieten wir an, auf ihren wichtigen Events (z. B. Segelfliegertag, Modellbaumessen o. ä.) einen Stand zu diesem Thema einzurichten und auch mit dem entsprechenden geschulten Personal durch uns zu besetzen. Gerne können natürlich die Werbematerialien auch entsprechend personalisiert werden (selbstverständlich steht auch den Bundeskommissionen die Möglichkeit offen, Werbematerialien analog dem Abschnitt Mono- und Multiluftsportverbände erstellen zu lassen).