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Neue und alte überörtliche Segelflugregelungen werden für die Saison 2016 wieder auf der DAeC-Website www.daec.de in den Rubriken „Luftraum und Flugbetrieb“ und „Segelflug“ veröffentlicht. Alle Segelflieger, die in überörtlichen Segelflugsektoren fliegen wollen, brauchen diese Informationen und müssen sich die relevanten Dateien herunterladen. Sie ergänzen die gesetzlich vorgeschriebenen Navigationsunterlagen im Cockpit.

Diverse Detailänderungen, neue Regelungen und der Wegfall von überrötlichen Segelflugregelungen machen es für die kommende Saison nötig, sich intensiv mit den Regelungen auseinanderzusetzen.

Die Segelflieger waren im Jahr 2015 wieder viel unterwegs, obwohl der Sommer nicht überall die besten Voraussetzungen hatte: Annähernd 8.500 Piloten meldeten knapp unter 50.000 Überlandflüge und erflogen dabei mehr als 13,0 Millionen Kilometer. Damit dokumentieren sie eindrucksvoll ihren Bedarf an Luftraum. Der Nachweis der intensiven Nutzung aller Lufträume, nicht nur der einfach zugänglichen Räume G und E, ist unverzichtbar für die Verhandlungen mit anderen Luftraumnutzern und der DFS. Denn keine Nutzung wie zum Beispiel bei Loccum Nord und Süd gilt als kein Bedarf, und damit würden den Interessenvertretern des Luftsports entscheidende Argumente fehlen.

Die überörtlichen Sektoren sind ein Luftraum C, D (nicht CTR) oder eine TMZ, in dem Segelflugzeuge, Gleitschirme und Hängegleiter ohne Transponder gemäß den jeweils für den Sektor gültigen Nachrichten für Luftfahrer (NfL umgesetzt in den Dateien auf der Homepage des DAeC) fliegen dürfen. Alle Details sind auf der Website des DAeC zu finden.

Zentraler Ansprechpartner für Fragen und Anregungen der Segelflieger ist Michael Thomsen,  Tel: 016092302960, E-Mail: m.thomsen(at)daec.de.

Die Anregungen, Kommentare und Probleme zum Betrieb der Sektoren werden hier zentral gesammelt und für die Gespräche des Ausschusses Unterer Luftraum (AUL) mit der DFS vorbereitet. Der AUL bittet ausdrücklich um Rückmeldungen und Zuarbeit an die AUL-Regionalvertreter.

Appell an alle Segelflieger!

Die aktuell gültigen Luftraumregeln sind nicht in Stein gemeißelt. Es gibt kein demokratisches Grundrecht auf freien Zugang zu allen Lufträumen zu jeder Zeit. In jedem Jahr verhandeln die Vertreter der Segelflieger mit den anderen Luftraumnutzern und der DFS neu. Die vergleichsweise guten Bedingungen in Deutschland sind das Ergebnis kontinuierlicher, jahrzehntelanger Abstimmungen mit allen Luftfahrern. Sicherheit im Luftverkehr hat dabei höchste Priorität.

Die konsequente Einhaltung aller Regeln durch die Piloten der Allgemeinen Luftfahrt ist die Grundlage für alle Verhandlungen. Für die Gefährdung anderer im Luftraum gibt es kein Pardon. Jeder Verstoß kann zu dramatischen Verschlechterungen im folgenden Jahr und zu sehr empfindlichen Geldbußen führen. Den Wolkenabständen und Lufträumen kommen dabei besondere Bedeutungen zu.

Besonderes Augenmerk muss auf die präzise Nutzung der Höhenmesser gelegt werden. Über die Höhe definieren sich die Unter- beziehungsweise die Obergrenzen von Lufträumen. In der Regel gilt bis 5000 Fuß MSL beziehungsweise 1524 Meter NN der QNH und beim Passieren ist der Höhenmesser auf den Standardwert von 1013,2 zu setzen.