Suche schließen X
Facebook Twitter RSS
< NPA der EASA zur CS-STAN-Ergänzung
09.02.2017 Allgemein, Luftfahrttechnik & -betrieb, Presse

8,33-Bodenfunk: zweiter Antrag gebührenfrei

Die 8,33-kHz-Frequenzen für Bodenfunkstationen werden ab dem 1. Januar zugeteilt - nach bisheriger Lesart bedeutete das: Nutzer, die ein Gerät für den Betrieb im 8,33-kHz-Raster gekauft haben, müssen 2018 einen weiteren - kostenpflichtigen - Antrag auf Umstellung/Zuteilung der Frequenz stellen. Jetzt teilt die Bundesnetzagentur (BNetzA) mit, dass dieser zweite Antrag "von Amts wegen gebührenfrei" sei.

Der DAeC hatte auf Initiative des Bundesausschusses Technik die BNetzA gebeten, die Umstellung von Bodenfunkstationen auf das 8,33 kHz-Raster für jene Nutzer „von Amts wegen“ durchzuführen, die frühzeitig - also vor dem 1. Januar 2018 – eine Funkstation für das neue Frequenzraster anschaffen und bei der BNetzA anmelden. Diese bekommen zeitlich begrenzt eine Frequenz im 25-kHz-Band zugeteilt. Der Umstellungszeitraum endet am 31. Dezember 2018.

Jetzt teilt die Bundesnetzagentur in einem Schreiben an den DAeC mit: „Für den Fall, dass ein Zuteilungsinhaber seine Bodenfunkstation vor dem 1. Januar 2018 aufgrund der Durchführungsverordnung (EU) 1079/2012 auf eine zugelassene 8,33-kHz-Station umrüstet, aber die Frequenznutzung übergangsweise noch im 25-kHz-Raster erfolgt, wird die Gebührenposition A.5 der FGebV (Frequenzgebührenverordnung) mit einer Gebührenhöhe von 60,00 Euro angewandt. Die aufgrund der notwendigen Umstellung auf das 8,33-Raster ggfs. zu einem späteren Zeitpunkt zu beantragende Frequenzzuteilung wird dann 'von Amts wegen gebührenfrei' durchgeführt.“

Mit der Umstellung vor dem 1. Januar 2018 bekommt der Nutzer eines neuen Gerätes also eine zeitlich begrenzte Frequenz im „alten“ 25-kHz-Raster zugeteilt und erhält für die Änderung des Funkgerätes in der Urkunde eine Rechnung über 60 Euro. Bevor die Zuteilung abläuft, muss er einen neuen Antrag (jetzt auf Zuteilung der 8,33-kHz-Frequenz) bei der BNetzA einreichen. Diese Zuteilung ist laut BNetzA kostenfrei. Die Konsequenz: Es ist nicht nötig, die Umstellung jetzt noch hinauszuzögern.