|
|
|
| Home | Verband | Aktuell | Termine | Download | Kontakt | Links | Impressum |
![]()
|
Erweiterung der Europäischen UnionStichtag 1. Mai 2004: Die Europäische Union (EU) hat zehn neue Mitgliedsländer: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern. Der politische Zusammenschluss bietet auch für den Luftsport in Europa neue Chancen.
Luftraumnutzung ist das erste große Thema. Ohne großen bürokratischen Aufwand in die Lufträume der Nachbarländer einfliegen zu dürfen, ist ein wesentliches Anliegen aller Piloten. Darum geht es nicht nur im Wettbewerbsgeschehen. Vereinsrallyes mit Motor- und Ultraleichtflugzeugen in die Nachbarländer stehen hoch im Kurs. Voraussetzung dafür ist auch, dass Zulassungen und Lizenzen internationale Gültigkeit haben und anerkannt sind. Besonders in der noch jungen UL-Sparte ist das noch nicht der Fall. Einheitliche europäische Bestimmungen sind dringend notwendig. Deutschland hat im Segelflug die Nase vorn. Fast alle Flugzeuge bei internationalen Meisterschaften der Streckensegelflieger werden von deutschen Unternehmen gebaut. Unkomplizierter Warenverkehr unterstützt Initiativen, den Segelflug europaweit zu fördern. In anderen, bei uns in geringerem Umfang betriebenen Luftsportarten profitieren die Sportler von starken Partnern in Nachbarländern. Die zehn Beitrittsländer werden vollwertige Mitglieder der EU. Damit ist auch vorgesehen in diesen Staaten das europäische Recht, also auch die Vorschriften für die Luftsportler nach JAR-FCL mit den jeweiligen nationalen Regelungen, einzuführen. Vor einem Jahr traten diese Bestimmungen in Deutschland in Kraft. Das Anpassen deutscher Vorschriften an die internationalen Regelungen, die Schwierigkeiten bei der Umschreibung der Lizenzen, nationale Sonderregelungen und Diskussionen um Interpretationsspielräume sind heute weitgehend abgeschlossen. In einigen der neuen EU-Länder fangen die Aufgaben erst an. Der DAeC bietet den Verbänden der Partnerländer seine Unterstützung an. Ein ausführlicher Erfahrungsaustausch mit Tipps und Tricks wird helfen, die Übergangsfristen in den Beitrittsländern sinnvoll für die Luftsportler zu nutzen. „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ Da ist DAeC-Präsident Gerhard Allerdissen sicher. „Es geht nicht nur darum, Synergien zu nutzen. Vielmehr werden wir in einer großen, starken EU neue Perspektiven für die Wirtschaft, die Politik, den Sport und auch speziell für den Luftsport haben.“ Diese Möglichkeiten müssen genutzt werden. „Wer heute die Chance EU versäumt, hat morgen nichts mehr zu sagen.“ Die positiven Effekte der EU-Erweiterung, so der Präsident, werden sich aber nicht von alleine einstellen. Zum Nulltarif sei der Fortschritt nicht zu haben, und jeder müsse seinen Teil dazu beitragen. Der DAeC wird diesen Weg gehen. Enge Kontakte mit den Verbänden der EU-Staaten werden aufgebaut. Mit den Vertretern des Aeroklub Polski bestehen bereits freundschaftliche Beziehungen (vgl. Bericht über den Besuch des Präsidenten und Generalsekretär des Aeroklub Polski). Auch in Europe Airsports und der Fédération Aéronautique Internationale, dem Weltluftsportverband FAI, werden DAeC-Funktionäre internationale Zusammenarbeit fordern und fördern. National und international Aufsehen erregte der Auftritt auf der internationalen Luftfahrtmesse AERO 2005 in Friedrichshafen. Fliegen in Europa war 2005 das übergreifende Thema der größten Messe für die Allgemeine Luftfahrt in Europa. Verbände der europäischen Staaten haben sich auf einem Gemeinschaftsstand im Foyer präsentiert.
|
Themen im DAeC
|
| © Deutscher Aero Club e.V. |