
Foto: Frank Eberhardt
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Luftsport und Umweltschutz vertragen sich gut. Davon war Dr. Michael Goth überzeugt. Schon sehr früh hatte er erkannt, dass die scheinbaren Widersprüche der Interessengruppen meist auf Nichtwissen oder auf Kommunikationsprobleme zurückzuführen sind. Dabei war er kein grüner Idealist. Von Haus aus Geologe und technik-begeisterterter Segelflieger gewann er schnell Respekt auf beiden Seiten.
Vor fast zwanzig Jahren, damals waren Umwelt und Naturschutzbeauftragte
in Sportverbänden nur sehr selten zu finden, übernahm er diese Funktion
für den Baden-Württembergischen Luftfahrtverband. Weil seiner Auffassung
nach das Umweltengagement keine Grenzen kennt arbeitete er schon bald
auf nationaler und internationaler Ebene mit.
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Sachlich, ruhig und hoch kompetent bereicherte er die Gremien. Die
Arbeit der deutschen Luftsportler im Bereich Umwelt und Natur, die auch
Goths Handschrift zeigt, gilt international als vorbildlich. Mit dem
Motto „Kooperation statt Konfrontation“, haben Goth und seine
Mitstreiter nicht nur im Luftsport Maßstäbe gesetzt, schon lange gelten
ihre Projekte vor allem in anderen Outdoor-Sportarten als wegweisende
Beispiele. Seine Arbeit im DAeC-Ausschuss Umwelt und Natur erfuhr höchste Anerkennung. So bat man ihn, den DAeC-Delegierten, im Jahr 2005 die Präsidentschaft der
FAI- Umweltkommission zu übernehmen. Er nahm diese Aufgabe sehr ernst und verlangte von den nationalen Dachverbänden mehr Engagement. Die
FAI-Umweltkommission, 1995 von der
FAI berufen, hat die Aufgabe, den Einfluss des Luftsports auf die Umwelt zu bewerten. Goth prägte die Umweltpolitik der
FAI und arbeitete an den grundsätzlichen Regeln für umweltgerechtes Verhalten der Piloten in den verschiedenen Luftsportarten mit.
Die Fliegerei kam bei seiner Gremienarbeit nicht zu kurz. In seinem Verein, dem Aeroclub Stuttgart, lehrte er unzähligen Flugschülern das Fliegen zu lieben und das notwendige Handwerk für den motorlosen Flug.