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APEG 2009: Wie nah ist zu nah?
09.02.2010
In 53 Fällen waren die Begegnungen zwischen Flugzeugen im vergangenen Jahr für wenigstens einen Beteiligten zu nah. In einigen Fällen haben nur außerordentlich gute Reaktionen von Piloten und Lotsen Zusammenstöße verhindert.
Die Arbeitsgruppe mit dem sperrigen Namen „Aircraft Proximity Evaluation Group“ (APEG) trifft sich mehrmals im Jahr beim Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF), um die Sichtungsmeldungen und Staffelunterschreitungen zu bewerten. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 53 Fälle bearbeitet, vier davon in der höchsten Gefährdungskategorie „A“ und drei in „B“ eingestuft. Bei den vier „A“-Meldungen waren Flugzeuge der Allgemeinen Luftfahrt drei Mal beteiligt, in der „B“-Kategorie ein Mal.
Besonders auffällig ist, dass sich Meldungen über Annäherungen von Piloten der kommerziellen Luftfahrt in Luftraum E häufen. Oft sind diese Piloten im Anflug auf Regionalflughäfen. Diese Vorfälle werden meist als Kategorie „C“ (41 Vorkommnisse 2009) eingestuft, da „See and avoid“ und der Einsatz von TCAS die Zusammenstoßgefahr aufgehoben hat. Ungeschickte Flugwegführung, beispielsweise entlang der An- und Abflugrouten von Regionalflughäfen ohne die Absicht zu landen, kann zu Problemen führen. Für Piloten der Allgemeinen Luftfahrt gilt es vor allem im Umfeld von Kontrollzonen großer Flughäfen, besonders diszipliniert und sorgfältig zu sein. Krasse Verstöße können gravierende Folgen haben und bringen die AL in Verruf. Zum einen können sehr aufwändige und teuere Sperrungen, veränderte Anflugverfahren oder Ausweichmanöver notwendig werden. Der Verursacher kann dann belangt werden. Zum anderen können diese Verstöße zu mehr Luftraumbeschränkungen für Piloten der Allgemeinen Luftfahrt führen.
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